Gastbeitrag: Private Pflegezusatzversicherung: Sind Übergewichtige von der Vorsorge ausgegrenzt?

Autor: Thomas Freud

Autor: Thomas Freud


Private Pflegezusatzversicherung: Sind Übergewichtige von der Vorsorge ausgegrenzt?

Fundierte Analysen belegen, dass die gezahlten Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bereits in der heutigen Zeit lediglich die Hälfte an entstehenden Pflegekosten decken können. Die Prognosen für die Zukunft lassen die Ängste der Menschen diesbezüglich steigen. Der Ruf nach privater Zusatzvorsorge wird seit Jahren immer lauter. Doch nicht jeder kann sich eine private Pflegezusatzversicherung leisten - vor allem dann nicht, wenn er übergewichtig ist.

Erhöhtes Risiko auf Pflegebedürftigkeit

Wie private Krankenkassen auch führt eine Vielzahl von Pflegeversicherungsanbietern ausführliche Gesundheitsprüfungen durch. Mit dem Körpergewicht steigt leider auch die Gefahr, bereits in jüngeren Jahren an Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen zu erkranken und früher zum Pflegefall zu werden. Das Fazit: Mehrkosten für die Versicherung. Was bei einigen Anbietern zur Ablehnung führt, animiert andere zu sogenannten Risikozuschlägen, mit welchen die Versicherungsprämie für manche fast unbezahlbar wird.

"Pflege-Bahr" - keine Risikobeiträge, keine Ablehnung

Zumindest in der Pflegevorsorge gibt es eine Lösung. Eine gute Alternative stellt der sogenannte Pflege-Bahr dar. Seit 2013 fördert die Bundesregierung (ähnlich der Riester-Rente) private Pflegevorsorgemaßnahmen mit fünf Euro im Monat. Voraussetzung ist ein Eigenbeitrag von monatlich mindestens 10 Euro. Ohne Gesundheitsprüfung profitieren vor allem ältere Menschen oder vorbelastete Versicherte. Den Vertrag in jungen Jahren abgeschlossen wirken sich die niedrigen Einstiegsbeiträge noch vorteilhafter aus.

Pflegetagesgeldversicherung kann anfallende Kosten nicht decken

Stiftung Warentest kritisiere im Frühjahr 2013, dass sich die Versorgungslücken für Normalverdiener nicht decken ließen und nur wohlhabende es schafften, diese komplett auszugleichen. Dennoch wurden bis Ende Mai 2013 laut PKV mehr als 125.000 Verträge abgeschlossen. Zudem würde sich die Förderung besonders lohnen, je früher man damit anfinge.

Weiterführende Infos zu diesem Thema bei www.meinepflegeversicherung.com.

Wenig Auswahlmöglichkeiten

Obwohl nicht die Höhe des Beitrages entscheidend sein sollte, sondern vielmehr der richtige Tarif, sind übergewichtige Menschen in der Auswahl ganz klar eingeschränkt. Dennoch ist das Thema Vorsorge sehr wichtig und sollte möglichst früh angegangen werden. Eingereichte Probeanträge bei Versicherern geben Aufschluss über die entstehenden Kosten und helfen bei der Entscheidung.

abgelegt unter: ,
Kommentieren

Sie können einen Kommentar abgeben, indem Sie das untenstehende Formular ausfüllen. Nur Text. Kommentare werden moderiert.

Euch gefällt mein Blog? Dann teilt ihn mit euren Freunden:

Sandra Rum